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Der historische Stadtkern von Dippoldiswalde

Im Laufe der Jahrhunderte hat Dippoldiswalde wesentliche bauliche Veränderungen erfahren. Nur am Stadtkern ist deutlich die einstige mittelalterliche Anlage zu erkennen, und manche der alten Straßennamen erinnern uns heute noch an den mittelalterlichen Charakter unserer Heimatstadt.

Der Stadtkern war in dreieckiger Form angelegt worden, an deren Spitzen sich die Stadttore befanden. Den Haupteingang zur Stadt bildete das Niedertor. Von hier aus zog sich der Graben, die heutige Brauhofstraße, zum Obertor hin.

In südwestlicher Richtung verlief dann die Stadtmauer zum Freiberger Tor ("Alte Pforte"). Gegenüber am Schloss finden wir noch heute den letzten Überrest der ehemaligen Stadtmauer.

Beginnen wir unseren heimatkundlichen Streifzug am Obertorplatz, der seinen Namen vom Obertor erhielt, das den Eingang zur Herrengasse bildete. Vom Osten her führte die Schmiedegasse (jetzt Alte Dresdner Straße) zur Stadt, die ihren Namen von der großen Schmiedewerkstatt erhielt, die am Straßenende lag. Die Gasse war so schmal, dass es sehr oft vorkam, dass das nach Dresden zu befördernde Langholz buchstäblich stecken blieb und auf dem Wagen zersägt werden musste, um durch diese Gasse zu kommen.

Inmitten des Obertorplatzes stand bis zum 12. März 1873 eine große Postmeilensäule in Form einer Pyramide. Auf ihr waren die Entfernungen nach der Lausitz, nach Böhmen, Freiberg usw. angegeben. Leider ist diese Säule abgetragen und wahrscheinlich zerstört worden. Das Obertor war mit einem Kreuzgewölbe überführt. Neben ihm stand einst ein mächtiger viereckiger Turm und auf der anderen Seite ein Wachgebäude.

Über dem Torgewölbe befand sich ein fester Raum, in dem seit 1634, als die ganze Stadt während des Dreißigjährigen Krieges in Schutt und Asche gelegt wurde, die Sitzungen der Ratsherren stattfanden. Beim Abbruch des Obertors im Jahre 1845 fand man in einem weiteren Raum Knochenreste, eine Steinbank und eine Kette mit Handschellen. Ein Beweis dafür, dass dieser Raum als Verlies oder als Haft- und Gefängniszelle in Gebrauch gewesen war.

Neben dem Obertor befand sich schließlich noch das Torschreiberhaus, in dem der Torwächter seine Wohnung hatte, der hier als Torschließer und Akzise-Einnehmer tätig war. Über dem Stadtgraben spannte sich eine hölzerne Brücke, die später durch eine Steinbrücke ersetzt wurde.

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