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Unternehmer / Arbeitgeber / Arbeitnehmer

Übersicht zu den Wirtschaftshilfen für Unternehmer -hier-

 

Unternehmen müssen Kurzarbeit erneut anzeigen

Durch den erneuten Lockdown im Dezember werden wieder viele Unternehmen Kurzarbeitergeld nutzen, um ihre Beschäftigten im Betrieb zu halten. Viele von ihnen waren seit Sommer nicht mehr von Kurzarbeit betroffen und müssen Kurzarbeit neu anzeigen. Das gilt immer, wenn seit dem letzten Kurzarbeitergeldbezug eine Unterbrechung von drei Monaten vorliegt oder die ursprüngliche Anzeigedauer auf Kurzarbeit in Kürze abläuft oder bereits abgelaufen ist. Damit die betroffenen Unternehmen sehr schnell das Kurzarbeitergeld anzeigen und anschließend beantragen können, empfiehlt die BA die Nutzung der Online-Formulare unter www.arbeitsagentur.de/kannsteklicken

  • Betriebe, die vor mehr als drei Monaten Kurzarbeitergeld bezogen haben, müssen Kurzarbeit neu anzeigen. 

Sind seit dem letzten Monat, für dem Kurzarbeitergeld gewährt wurde, drei Monate verstrichen, muss eine erneute Anzeige auf Kurzarbeitergeld gestellt werden. Die Neuanzeige erfolgt für den Monat, in dem der Arbeitsausfall eingetreten ist.

Eine neue Anzeige ist auch nötig, wenn noch ein bewilligter Zeitraum für Kurzarbeit vorliegt. Bei einer Unterbrechungszeit von mindestens drei Monaten beginnt eine neue Bezugsdauer, sofern wieder alle Voraussetzungen erfüllt werden.

Beispiel:

  • Bewilligung der Anzeige über Arbeitsausfall durch die Agentur für Arbeit: März 2020 bis Dezember 2020
  • Unterbrechungszeit: Juli 2020 bis November 2020
  • Anzeige der Kurzarbeit erneut erforderlich: im Dezember 2020

Ergebnis: Für den Arbeitsausfall im Dezember 2020 ist erneut eine Anzeige über Arbeitsausfall erforderlich. Diese Anzeige muss auch im Dezember 2020 bei der zuständigen Agentur für Arbeit eingegangen sein.

  • Alle Betriebe, die erstmals von Kurzarbeit betroffen sind, müssen Kurzarbeit anzeigen.

Betriebe, die noch kein Kurzarbeitergeld bezogen haben und im Dezember von einem Arbeitsausfall betroffen sind, müssen bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Die Anzeige muss spätestens in dem Monat erfolgen, in dem das Unternehmen von Kurzarbeit betroffen ist.

Darstellung des vereinfachten Verfahrens

 

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung bis Jahresende verlängert

Der Gesetzgeber hat aufgrund der Corona-Pandemie den vereinfachten Zugang zu Leistungen der Grundsicherung bis zum Jahresende verlängert.

Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. Dezember 2020 beginnen, werden auch weiterhin unter den erleichterten Bedingungen bearbeitet.

 

Die Vermögensprüfung ist bis zum Jahresende 2020 ausgesetzt. Das bedeutet, das Antragsteller, sofern ihr Vermögen nicht erheblich ist, ihr Erspartes in den ersten 6 Monaten des Bewilligungszeitraumes behalten dürfen.

Weiterhin werden, sofern ein Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung vorliegt, für die ersten 6 Monate des Bezugs die tatsächlichen Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten als Bedarf anerkannt.

Diese Regelungen gelten auch für Weiterbewilligungsanträge bei denen der Bewilligungszeitraum spätestens am 31. Dezember 2020 beginnt. Eine Antragstellung ist in jedem Fall erforderlich.

Hinweis in Bezug auf die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO):

Sie erhalten diese Medieninformation, weil Ihre Kontaktdaten im Presseverteiler des Jobcenters Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Agentur für Arbeit Pirna enthalten sind. Wenn Sie keine weiteren Medieninformationen erhalten möchten, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail. Ihre Daten werden dann gelöscht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

E-Mail:

Jobcenter-Saechsische-Schweiz-Osterzgebirge.PresseMarketing@jobcenter-ge.de

Pirna.PresseMarketing@arbeitsagentur.de

Jobcenter Sächsische Schweiz–Osterzgebirge

 

Kontakt zum Jobcenter Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Wir sind weiter für Sie da!

Die Gesundheit unserer Besucher und Beschäftigten sicherzustellen, ist unabdingbare Voraussetzung für persönliche Vorsprachen. Dafür werden gegenwärtig die baulichen Voraussetzungen geschaffen.

Bis es soweit ist, sind wir selbstverständlich weiterhin für Sie da - telefonisch, online, per E-Mail oder per Post.

Sie erreichen uns am Telefon von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr und zusätzlich am Dienstag von 16:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter folgenden Rufnummern:

03501 791 150 (gebührenpflichtig)

03501 791 669 (gebührenpflichtig)

Zudem ist die bundesweite Sonderhotline unter 0800 – 4 5555 23 (gebührenfrei) für Selbständige, Freiberufler und alle Betroffenen geschaltet.

Für die Beantragung von Geldleistungen und Einreichung von Unterlagen nutzen Sie bitte das Online-Angebot auf www.jobcenter-digital.de<http://www.jobcenter-digital.de/> bzw. alternativ den Postweg.

 

Erhöhtes Kurzarbeitergeld ab dem 4. Bezugsmonat bei mindestens 50 Prozent Arbeitsentgeltausfall

Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen wirtschaftlichen Belastungen wurden für die Inanspruchnahme von Kurzarbeit seitens der Regierung eine Vielzahl von Erleichterungen beschlossen. Eine davon ist die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes um jeweils zehn Prozent ab dem vierten und noch einmal ab dem siebten Monat.

Das Kurzarbeitergeld beträgt grundsätzlich 60 Prozent bzw. 67 Prozent des ausgefallenen Nettoentgeltes bei Beschäftigten mit mindestens einem Kind.

Ist das Entgelt im jeweiligen Kalendermonat um mindestens die Hälfte verringert, so erhöht sich ab dem vierten Bezugsmonat - gerechnet ab März 2020 – das Kurzarbeitergeld auf 70 Prozent oder 77 (mit Kind) Prozent. Ab dem siebten Bezugsmonat Kurzarbeit steigt das Kurzarbeitergeld nochmals um weitere zehn Prozent auf 80 Prozent oder 87 (mit Kind) Prozent des entfallenen Nettoentgelts.

Die Bezugsmonate müssen dabei nicht zusammenhängen. Das bedeutet: Unterbrechungen der Kurzarbeit lösen keinen Neubeginn der individuellen Bezugsdauer aus.

Der früheste Monat für die Berechnung der individuellen Dauer des Bezuges von Kurzarbeitergeld ist der März 2020. Das erhöhte Kurzarbeitergeld zahlt die Arbeitsagentur somit erstmalig im Juni 2020. Da die Anträge auf Kurzarbeitergeld immer nach Ablauf des jeweiligen Monats eingereicht werden sollten, kann eine entsprechende Abrechnung mit erhöhtem Kurzarbeitergeld frühestens erst ab dem 1. Juli 2020 für Juni erfolgen.

Wichtiger Hinweis:

Die Beantragung und Abrechnung von Kurzarbeit erfolgt grundsätzlich vom Arbeitgeber. Die Beschäftigten selbst müssen nichts veranlassen. Unternehmer und Steuerbüros sollten immer die aktuellsten Antrags- und Abrechnungsformulare verwenden. Diese sind unter www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit abrufbar.

Agentur für Arbeit Pirna, Seminarstr. 9, 01796 Pirna

Liquiditätsprogramm für die Land- und Forstwirtschaft

Das Sächsische Staatsministerium für Land- und Forstwirtschaft (SMEKUL) hat mitgeteilt, dass ab heute das Liquiditätsprogramm für die Land- und Forstwirtschaft in Anspruch genommen werden kann. Die Antragstellung erfolgt über die Homepage der Sächsische Aufbaubank (SAB). Die Förderrichtlinie, die Antragsformulare und weitere Informationen sind hier zu finden:

https://www.sab.sachsen.de/förderprogramme

Förderempfänger können Kleinstunternehmer sowie kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) mit bis zu 100 Mitarbeitern folgender Tätigkeitsbereiche sein:

  • Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse,·              
  • Fischerei oder Aquakultur,
  • Forstwirtschaft (Waldbesitzer im Sinne von § 5 Sächsisches Waldgesetz)
  • Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Rehabilitation vereinfacht neu beantragen

Die Deutsche Rentenversicherung erbringt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in mehr als 1.000 Rehabilitationskliniken bundesweit. Die Corona-Pandemie stellt auch diese Kliniken nun vor neue Herausforderungen: Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wurde empfohlen, Neuaufnahmen zur stationären und ambulanten medizinischen Rehabilitation in allen Reha-Kliniken solange auszusetzen, wie die von der Bundesregierung ausgesprochenen Beschränkungen sozialer Kontakte gelten. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland hin.

Darüber hinaus mussten viele Reha-Leistungen aufgrund behördlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vorzeitig beendet werden. Rehabilitanden konnten auf eigenen Wunsch eine bereits begonnene Reha-Leistung abbrechen. In beiden Fällen bietet die Rentenversicherung an, die Rehabilitation zu einem späteren Zeitpunkt vereinfacht neu zu beantragen.

Hierfür hat die Deutsche Rentenversicherung das Formular G0101 entwickelt. Es handelt sich um einen Kurzantrag, der bundesweit verwendet werden kann. Er kann auch benutzt werden, wenn eine Kinder- und Jugend-Rehabilitation abgebrochen werden musste und die Klinik eine erneute Leistung für die betroffenen Kinder und Jugendlichen befürwortet.

Weitere Informationen und das Formular G0101 gibt es online unter www.deutsche-rentenversicherung.de unter dem Menüpunkt Corona in den FAQ Reha und Corona. Der direkte Link zum Formular lautet:

www.deutsche-rentenversicherung.de/G0101

Deutsche Rentenversicherung

 

Kurzarbeit und Neueinstellung

Betriebe, die sich momentan in Kurzarbeit befinden, streben selbstverständlich an, möglichst schnell ihre regulären Abläufe wieder aufnehmen zu können.

Dazu gehört unter Umständen die Einstellung von Fachkräften oder von Auszubildenden. Neueinstellungen sind möglich, wenn zwingende Gründe vorliegen, diese können vertraglicher, betrieblicher oder gesetzlicher Art sein, z.B.

  • eine nicht entbehrliche Fachkraft muss eingestellt werden, um die Weiterführung des Betriebes zu gewährleisten oder
  • Auszubildende, die zeitnah nach Beendigung ihres Berufsausbildungsverhältnisses eingestellt werden sollen.

Wichtig dabei ist, dass die kurzarbeitenden Betriebe diese geplanten Einstellungen unbedingt bei der Agentur für Arbeit anzeigen und dies anerkennen lassen.

Neue Kurzarbeit-APP

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine APP speziell für Kurzarbeit entwickelt, die seit dieser Woche im AppStore und bei GooglePlay verfügbar ist.

Diese APP, die ohne Anmeldung und durch intuitive Nutzerführung arbeitet, unterstützt Arbeitgeber dabei, Unterlagen zum Kurzarbeitergeld in wenigen Schritten zu versenden:

  • Einscannen der KUG-Unterlagen per Smartphone-Kamera
  • Hochladen der Dokumente
  • Versenden der Dokumente per E-Mail direkt an den zuständigen Operativen Service, das Routing basiert auf der Postleitzahl des Betriebssitzes

Bundesagentur für Arbeit

 

Wichtige Informationen für Unternehmen aus Dippoldiswalde zur Gewerbesteuer

  1. Möglichkeit der Stundung/Erlass der fälligen oder anstehenden Gewerbesteuer
  2. Möglichkeit der Aussetzung der Beitreibung der bereits überfälligen Gewerbesteuerforderungen
  3. Möglichkeit der Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages

zu 1. Unternehmen, die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich von der gegenwärtigen Situation betroffen sind können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung oder Erlass der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Gewerbesteuerforderungen beantragen.

Die Stundungen dieser Forderungen werden zinslos und ohne die Anforderung von Sicherheitsleistungen bis zum gewünschten Termin gewährt.

Die Entscheidungen trifft die Finanzverwaltung der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde. Die begründeten Anträge können formlos schriftlich gestellt werden.

zu 2. Von Beitreibungsmaßnahmen zu bereits überfälligen Gewerbesteuerforderungen wird bis zum 30. Juni 2020 abgesehen, wenn der Gewerbetreibende den kausalen Zusammenhang zwischen der fehlenden Liquidität und der gegenwärtigen Situation plausibel darlegt.

zu 3. Betroffene Unternehmen können auch Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen bei den jeweils zuständigen Finanzämtern stellen.

Rentenversicherung hilft Selbstständigen

Selbstständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020 aussetzen. Dies gilt auch für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung in Raten gezahlt werden. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland hin.

Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos an ihren Rentenversicherungsträger wenden und eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlung beantragen. Die Rentenversicherung wird zu einem späteren Zeitpunkt eine rückwirkende Überprüfung des Versicherungsverhältnisses vornehmen und die Höhe der Beiträge den tatsächlichen Verhältnissen anpassen. Der Zeitpunkt der Überprüfung wird den Betroffenen vorab mitgeteilt.

Selbstständige, die von der Möglichkeit des Aussetzens der Beitragszahlung Gebrauch machen möchten, erreichen die Deutsche Rentenversicherung derzeit schriftlich, telefonisch oder auf elektronischem Weg.

Das kostenlose Servicetelefon steht unter der Nummer 0800 1000 48090 zur Verfügung. Die Mitarbeiter am Servicetelefon informieren montags bis donnerstags von 7.30 Uhr bis 19.30 Uhr und freitags von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr. Über die Online-Dienste unter www.deutsche-rentenversicherung.de ist die Rentenversicherung rund um die Uhr erreichbar.

Kurzarbeitergeld: Hinzuverdienst bei Unterstützung in wichtigen Berufen

Sonderregelung vom 1. April bis 31. Oktober 2020 beim Hinzuverdienst für Kurzarbeiter.

Der Gesetzgeber hat aufgrund der aktuellen Krise die Hinzuverdienstmöglichkeiten zum Kurzarbeitergeld gelockert: Wer in systemrelevanten Branchen und Berufen unterstützt, kann finanzielle Einbußen ausgleichen.

Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich aufnimmt, muss sich das dabei verdiente Entgelt nicht auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Dabei darf das Gesamteinkommen aus noch gezahltem Arbeitseinkommen und dem Kurzarbeitergeld sowie dem Hinzuverdienst das normale Nettoeinkommen nicht übersteigen.

Diese gelockerten Hinzuverdienstregelungen helfen Betroffenen im Kurzarbeitergeldbezug, finanzielle Einbußen auszugleichen. Die Nebentätigkeit ist zudem versicherungsfrei zur Arbeitslosenversicherung.

Unverzichtbar in der aktuellen Krise ist, die Menschen mit Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs in Deutschland zu versorgen. Insbesondere Betriebe im Lebensmittelhandel und der Landwirtschaft benötigen dringend Arbeitskräfte. Durch die getroffene Sonderregelung können Menschen in Kurzarbeit systemrelevante Wirtschaftszweige unterstützen.

Ob eine Branche bzw. ein Beruf systemrelevant ist, legt die sogenannte Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI- (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) Gesetz fest.

Beispiele für Tätigkeiten, die den systemrelevanten Branchen und Berufen zuzuordnen sind, sind die medizinische Versorgung, die Versorgung von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mit Lebensmitteln, die Versorgung mit unmittelbar lebenserhaltenden Medizinprodukten und Geräten, Apotheken, der Güterverkehr (z. B. für die Verteilung von Lebensmitteln an den Groß- und Einzelhandel), der Lebensmittelhandel (z. B. Verkauf oder Auffüllen von Regalen), die Lebensmittelherstellung (auch Landwirtschaft) sowie Lieferdienste zur Verteilung von Lebensmitteln.

Bundesagentur für Arbeit

Hinzuverdienstgrenze für 2020 deutlich erhöht – Saisonarbeit länger möglich

Durch die Corona-Krise besteht derzeit ein besonders hoher Bedarf an medizinischem Personal. Aber auch in anderen systemrelevanten Bereichen kann es zu Personalengpässen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantäneanordnungen kommen. Um die Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung die kalenderjährliche Hinzuverdienstgrenze für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro angehoben. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gilt dann wieder die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland hin.

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung werden für die Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Für eine kurzfristige Beschäftigung werden keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt und somit auch keine Rentenanwartschaften erworben. Die Höhe des Verdienstes spielt keine Rolle. Maßgeblich ist, dass Ihre Beschäftigung von vornherein vertraglich oder aufgrund ihrer Eigenart - zum Beispiel bei Erntehelfern - befristet und nicht berufsmäßig ausgeübt wird. Die befristete Ausweitung der Zeitgrenzen erfolgt insbesondere mit Blick auf die Saisonkräfte in der Landwirtschaft, weil au-grund der Corona-Pandemie diese voraussichtlich in deutlich geringerer Anzahl zur Verfügung stehen. Normalerweise betragen die Grenzen drei Monate oder 70 Arbeitstage.

Die dargestellten Änderungen basieren auf dem in Kraft getretenen „Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung aufgrund des Coronavirus SARS-CoV-2 (Sozialschutz-Paket)“. Die Anhebung der Hinzuverdienstgrenzen gilt für Neu- und Bestandsrentnerinnen und -rentner. Keine Änderungen gibt es hingegen bei den Hinzuverdienstregelungen für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und bei der Anrechnung von Einkommen auf Hinterbliebenenrenten.

Deutsche Rentenversicherung

 

 

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung bis Jahresende verlängert

Der Gesetzgeber hat aufgrund der Corona-Pandemie den vereinfachten Zugang zu Leistungen der Grundsicherung bis zum Jahresende verlängert.

Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. Dezember 2020 beginnen, werden auch weiterhin unter den erleichterten Bedingungen bearbeitet.

Die Vermögensprüfung ist bis zum Jahresende 2020 ausgesetzt. Das bedeutet, das Antragsteller, sofern ihr Vermögen nicht erheblich ist, ihr Erspartes in den ersten 6 Monaten des Bewilligungszeitraumes behalten dürfen.

Weiterhin werden, sofern ein Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung vorliegt, für die ersten 6 Monate des Bezugs die tatsächlichen Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten als Bedarf anerkannt.

Diese Regelungen gelten auch für Weiterbewilligungsanträge bei denen der Bewilligungszeitraum spätestens am 31. Dezember 2020 beginnt. Eine Antragstellung ist in jedem Fall erforderlich.

 

Jobcenter Sächsische Schweiz–Osterzgebirge

 

Kontakt

Große Kreisstadt
Dippoldiswalde

Markt 2
01744 Dippoldiswalde
Tel.: 03504 - 64990
Fax: 03504 - 6499702

E-Mail schreiben

 

Bürgeranliegen werden seit dem 07.12.2020 nur nach telefonischer Anmeldung bearbeitet.

Mo.: 09 – 12 Uhr

Di.:   09 – 12 Uhr und
        14 – 16 Uhr

Do.:  09 – 12 Uhr und
        14 – 16 Uhr

Fr.:   09 – 12 Uhr

 




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