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Nach Obercarsdorf

Ausgangspunkt: Dippoldiswalde Busbahnhof

Von der Altenberger Straße in südlicher Richtung, zweigt kurz vor der Brücke über die Weißeritz, links der Walksteig ab. Er führt zum Mühlgraben, der flussaufwärts von der Weißeritz kommend, früher die Menden- und die Lohmühle hier antrieb.

Die Walkmühle, heute befindet sich hier das Amt für Katastrophenschutz, war früher einmal eine Ölmühle, später eine Mahlmühle. Bis 1987 existierte der unter Denkmalschutz stehende Mühlenkomplex der Lohmühle, dann führte der damalige Eigentümer umfangreiche Abrissarbeiten durch und so kann man sich heute nur schwer die damalige Mühlenromantik vorstellen.

Etwa in Höhe der gegenüberliegenden Tankstelle überquert man die B 170 und erreicht über die Wolframsdorfer Straße den Firstenweg bis zur Kreuzung und biegt nach links in Richtung Obercarsdorf in den Steinbergweg ein. An einem Viertelmeilenstein mündet dieser auf die Straße durch Obercarsdorf. Hier im Ort lädt ein Wildgehege zum Verweilen ein.

Fortgesetzt wird der Weg linksseitig der Weißeritz bis zur Überquerung der B 170 in die Frauendorfer Straße mit einer Wegesäule. Gleich links zweigt der Wolschendorfer Weg ab, der hinter dem Gasthaus „Zur Frankenmühle“ entlang, zum Haltepunkt der Kleinbahn führt.

Die ehemalige Frankenmühle wurde früher als Obere Mühle bezeichnet, sie war eine Getreidemühle mit zwei Mahlgängen und etwas Landwirtschaft. Ein Teil des alten Mühlsteins steht noch im Hof.

Das Gelände gegenüber des Haltepunktes, zuletzt Kaffeefilterherstellung, war früher Pappenfabrik und bis zurück ins 16. Jahrhundert, berichtet die Geschichte, von einer Schleifmühle, einem Pochwerk, einer Nagelschmiede in der Nähe.

Vorbei am Haltepunkt, rechts ab, gelangt man über den Schulweg und die alte Straße in Richtung Niedermühle. Nach Bränden und Umbauten war sie mal Ölmühle, Mahlmühle mit zwei Gängen, zuletzt Schneidemühle.

Nach einigen Metern entlang der B 170 zweigt rechts der Weg zur Eichleite ab. Einen Blick über die Straße riskierend, fällt ein Fabrikgelände auf, heute Pneumatik Hydraulik GmbH. Früher befand sich auf diesem Gelände eine Graupenfabrik.

Die Graupenmühle hatte zeitweilig auch einen Mahlgang. Wöchentlich gingen große Mengen der Erzeugnisse nach Dresden, bis sie durch Neuerungen anderer Betriebe einging und hier Holzwaren und später Musikinstrumente gefertigt wurden.

Die Eichleite, oberhalb von Straße und Weißeritz entlang, führt an der unten im Tal am Mühlgraben gelegenen alten Hafermühle vorbei. In der Hafermühle von Louis Schmidt wurden noch bis 1990 Haferflocken produziert. Die Eichleite geht in den Walksteig über und führt über die Altenberger Straße aufwärts, zum Busbahnhof.

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